Liebevolle Pflege mit der Erfahrung aus über 40 Jahren

Auszug aus der BNN vom 12.06.2026 - Es sind vorerst nur zwei und sie sind für einen Pflegedienst reserviert: Doch wenn die Erfahrungen mit der neuen Technologie gut sind, sollen auch an anderen Stellen Ladebordsteine eingebaut werden.

Es ist ein Test, der viele E-Autofahrer in Ettlingen interessieren dürfte: In der Willy-Brandt-Straße gibt es jetzt erstmals im Stadtgebiet sogenannte Ladebordsteine.

Was sich nach Science-Fiction anhört, könnte bald Alltag in Ettlingen werden, vor allem dort, wo es für die klassischen Ladesäulen zu eng wird: in der Altstadt. Aber auch dort, wo Anwohner feste Stellplätze haben, zwischen Wohnhaus und Parkplatz aber ein Gehsteig verläuft.

Ettlinger Ladebordsteine sind für Pflegedienst reserviert

Die ersten beiden Ladebordsteine sind bei der Kirchlichen Sozialstation verbaut worden. Und auch ausschließlich für die Autos des Pflegedienstes reserviert, der seine Fahrzeugflotte nach und nach von Verbrennern auf Elektro umstellt.

Vor einem Jahr hat die Sozialstation die ersten E-Autos bekommen und fährt seitdem mit vier elektrischen Fahrzeugen. Demnächst folgen weitere. Doch mal eben aufladen, war nicht möglich. Stattdessen mussten die Angestellten zur Tankstelle fahren. „Das hat Zeit und Personal gefressen“, wie Pflegedienstleiter Gerd Langner erklärt.

Jetzt könne endlich direkt am Startpunkt der Mitarbeiter auch geladen werden, freut sich auch Ulrike Kayser, Vorsitzende der Kirchlichen Sozialstation. Das spare, dank besserer Konditionen, auch Geld.

Stadt und Stadtwerke beteiligen sich an den Kosten

Möglich ist das Projekt für die Kirchliche Sozialstation nur durch die Zusammenarbeit mit Stadt und Stadtwerken (SWE): Die Stadt hat die Tiefbauarbeiten übernommen, während die SWE den Anschluss gemacht hat. Beide haben je 2.000 Euro zu den Kosten beigesteuert. Alles in allem kosten die beiden Ladepunkte 25.000 Euro.

Eine Investition, die die Kirchliche Sozialstation nicht alleine hätte stemmen können, wie Langner und Kayser betonen: „Unsere Fahrtkosten sind auch jetzt schon nicht gedeckt.“

Die aktuelle Spritpreisentwicklung zeige allerdings, wie dringend es nötig sei, auf im Unterhalt kostengünstigere Fahrzeuge umzusteigen. Ohne Fördergelder, Sponsoren oder auch Spenden an den Förderverein seien die Umstellung der Fahrzeugflotte und eigene Ladepunkte nicht finanzierbar. „Wir hoffen, dass sich jemand findet, der uns zwei weitere Ladebordsteine finanziert“, so Kayser. Der Anschluss sei bereits vorbereitet.

Ladebordsteine können nur ein Auto versorgen

Die Ladebordsteine sind derzeit noch etwas teurer als die klassische Ladesäule, heißt es von den Stadtwerken. Sie betreiben im gesamten Stadtgebiet 120 Säulen und Wallboxen. Der höhere Preis liege vor allem daran, dass ein Ladebordstein lediglich ein Auto versorgen kann, eine Säule dagegen zwei.

Trotzdem sehen Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold (Freie Wähler) und Stadtwerke-Chef Steffen Neumeister großes Potenzial in der Technologie. „Ladesäulen funktionieren ja nicht an jeder Stelle in der Stadt“, so der OB. Gerade in der Altstadt oder an Stellen mit vielen Bäumen sind die klassischen Säulen problematisch.

Die Ladeeinheit ist bei diesem System dagegen direkt in einem Bordsteinmodul integriert, dadurch unauffälliger und platzsparend. Bevor sie allerdings auch an anderen Punkten in der Stadt eingebaut werden, sollen jetzt Erfahrungen gesammelt werden. SWE-Chef Neumeister ist optimistisch: „Wir gehen von vielen positiven Erfahrungen aus.“

 

Hier geht es zum Originalartikel der BNN: Ladebordsteine in Ettlingen: Stadt testet neue Technik fürs E-Auto

 

Klein und unauffällig kommt er daher, der Ladebordstein. Hier ist er direkt in den Boden eingelassen, er kann aber auch in Form einer klassischen Bordsteinkante verbaut werden. 

Foto: Swantje Huse

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